Drei Säulen für die Zukunft - ProtLab sorgt für sichere Lebensmittel, gesunde Bienen und innovative Kleber
Gesunde Lebensmittel, geschützte Bienen und cleverer Kleber – mit diesen drei Bereichen beschäftigt sich das BioökonomieREVIER-Innovationslabor ProtLab. Die Forschenden wollen großen Problemen aus diesen Bereichen mit sogenannten Ankerpeptiden begegnen.
Mit diesen lässt sich prüfen, wo Lebensmittel herkommen – und ob sie mit Toxinen belastet sind. Am Schluss soll dann ein Gerät anzeigen können, ob beispielhaft die Nüsse, Äpfel oder Zucchini kontaminiert sind oder nicht.
Ein neuer Sensor ist jetzt bereit für den Einsatz. „Wir können damit mehr testen“, führt Dr. Florian Bordeaux aus, Projektmanager des Innovationslabors und Mitarbeiter von Ulrich Schwaneberg am Lehrstuhl für Biotechnologie der RWTH Aachen.
Auf einen gefürchteten Bienen-Feind, die Varroamilbe, haben es die Forschenden auch abgesehen. Um etwas gegen die Milbe zu tun, setzen Imker auf Ameisen- oder Oxalsäure. „Zurzeit werden Oxalsäure und Ameisensäure so in den Bienenstock eingebracht und man hofft, dass die Milben vor den Bienen sterben“, betont Bourdeaux. Statt den gesamten Stock großflächig einzusprühen, könnte gezielt gegen die Milben auf den Bienen vorgegangen werden.
Die dritte Säule von ProtLab könnte bald den nächsten großen Meilenstein erreichen. Die Forschenden wollen einen Kleber für transparente Mehrschichtfolien entwickeln, der sich leicht wieder auflösen lässt. Solche Folien dienen als Verpackungsmaterial für z. B. Käse, Fleisch, Tiefkühlkost und Kaffee. Aktuell sind diese chemisch verbundenen Schichten nicht voneinander trennbar. Der biologische Kleber von ProtLab soll es ermöglichen, die einzelnen Elemente der Folie nach Gebrauch wieder voneinander zu trennen.
Besonders stark muss der Kleber nicht sein – aber flexibel. „ Der Kleber platzte auf, wenn sich das Plastik gedehnt hat“, beschreibt es Florian Bourdeaux. Er ist optimistisch, in absehbarer Zeit einen nächsten großen Schritt zu machen. Unter anderem wird nun erforscht, wie Klebestärke mit Flexibilität zusammenhängen, welche Klebstoffmenge nötig ist und wie die Ablösung praktisch ausgestaltet werden kann. „Wir haben alle Komponenten zusammen, jetzt müssen wir gucken, wie es in der Kombination klappt.“
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