Forschungsverbund beim Schaufenster Bioökonomie auf der Hannover Messe 2025
In diesem Rahmen vertraten das Kompetenzzentrum Bio4MatPro und das Innovationscluster BioökonomieREVIER zusammen den Forschungsverbund Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier.
Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der Biofunktionsbaustein-Schlüsseltechnologie aus dem Projekt BoostLab 3 BioBricks4Production, mit der biologische Funktionalitäten gezielt und skalierbar auf technische Werkstoffe übertragen werden können – ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Institute of Biotechnology und dem Manufacturing Technology Institute (MTI) der RWTH Aachen sowie dem Lehrstuhl für Entrepreneurship und innovative Geschäftsmodelle der Ruhr-Universität Bochum.
Darüber hinaus stellte das Kompetenzzentrum seine textilen Innovationsprojekte aus BoostLab 5 und 6 vor – darunter Glucanes4Tex, BioFlaT und EnzyDegTex. Gemeinsam mit Partnerinstitutionen wie dem ITA Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen, dem Institut für Angewandte Mikrobiologie, dem FTB der Hochschule Niederrhein, der Klevers GmbH & Co. KG und der Darmstädter GmbH werden hier Lösungen für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie entwickelt.
Das Fokusthema von BioökonomieREVIER war das Innovationslabor AlgaeFertilizerBox, ein mobiles Container-System zur algenbasierte Abwassersäuberung und Düngerproduktion.
Abwässer aus Kommunen und Landwirtschaft können noch wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphat und Kalium enthalten, was zur Überdüngung natürlicher Gewässer beiträgt. AlgaeFertilizerBox entwickelt einen mobilen Container-Demonstrator zur Reinigung solcher Abwässer. Die Abwässer werden über einen Teppich aus Algen geleitet, die die Nährstoffe aufnehmen. Die Biomasse der Algen findet Anwendung als wertvoller Dünger für Pflanzen. Als mobiles System ist der Algen-Biofilm-Reaktor flexibel in einer Region einsetzbar, etwa wo Abwässer saisonal anfallen.
Besonderere Momente waren der Besuch von Bundesminister Cem Özdemir sowie die Gelegenheit, unsere Exponate der Parlamentarischen Staatssekretärin Claudia Müller vorzustellen. Der persönliche Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen und Fachbesucher:innen hat uns gezeigt, wie wichtig und aktuell die Themen der Bioökonomie und biologischen Transformation sind.
Unser herzlicher Dank gilt dem Projektträger Jülich (PtJ) sowie der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) für die hervorragende Organisation. Die Messe war für uns nicht nur eine Bühne, sondern auch ein Ort der Begegnung, des Dialogs und der Motivation – um gemeinsam die nächsten Schritte in Richtung nachhaltiger Wertschöpfung zu gehen.
